Bundesregierung legt Finanzierungsquelle für Start-Ups lahm

Die Bundesregierung hat einen Entwurf für ein Investmentsteuerreformgesetz vorgelegt. Wenn dieses Gesetz so in Kraft treten würde, würde dies eine wesentliche Finanzierungsquelle für Start-Ups austrocknen.

Es ist bekannt, dass das Start-Up-Ökosystem in Deutschland sehr unterfinanziert ist.
Angesichts der Tatsache, dass die Bundesregierung nur einen sehr geringen Teil ihres Maßnahmenplans für Existenzgründer umgesetzt hat, kann ein Gesetz wie dieses nicht beschlossen werden.
Das Investmentsteuerreformgesetz sieht vor, die Bessteuerung auf Veräußerungsgewinne von Streubesitzanteilen an Kapitalgesellschaften einzuführen. Bisher war der Sachverhalt so geregelt, dass Veräußerungsgewinne nahezu steuerfrei waren, wenn der Business Angel das Kapital wieder reinvestiert hat.
Business Angel sind ein unverzichtbarer Partner und Förderer für Start-Ups. Eine Besteuerung der Veräußerungsgewinne würde den Investitionswillen nur weiter schwächen. Dies kann sich die Bundesregierung nicht leisten.
Auch der Vorsitzende des Startups-Verbands, Florian Nöll, erklärte hierzu:
„Die Bundesregierung betont bei jeder Gelegenheit, dass sie die Finanzierungsbedingungen für Startups nicht verschlechtern wird. Mit dem Gesetzesentwurf bricht sie dieses Versprechen und entzieht unseren Gründerinnen und Gründern massiv dringend benötigtes Kapital. Die Einbeziehung des komplizierten EU-Beihilferechts bei der Frage der Steuerermäßigung sorgt für Intransparenz und Bürokratie bei den Investoren. Zudem wird Erfolg durch das neue Gesetz betraft. Gelingt einem finanzierten Startups beispielsweise ein Börsengang, erhält der Business Angel die Steuerermäßigung nicht. Dadurch werden wir noch weniger Business-Angel-Investments haben als jetzt.“

Meine Stellungnahme zu diesem Thema finden Sie hier oder unter dem Menüpunkt Presse . Meine Positionen zur Existenzgründerförderung finden Sie hier oder unter Downloads.

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