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Pirmasens kann und braucht mehr

Von 2005-2010 verlor die kreisfreie Stadt Pirmasens 6,4% ihrer Bevölkerung. Pirmasens weist ein Geburtendefizit und ein Wanderungsdefizit auf. Es sterben im Schnitt und pro Jahr acht Menschen mehr als geboren werden.
Wenn der Rückgang so weiter verläuft verliert Pirmasens bis ins Jahre 2060 weitere 39% der Bevölkerung. Zudem hat Pirmasens den höchsten Altersdurchschnitt in Rheinland-Pfalz.

Einwohnerzuwachs und einen positiven Saldo haben lediglich die Randgebiete (z. B. Trier) und die Städte / Gemeinden an der Rheinschiene. Dies ist vor allem der Industrie und Infrastuktur vor Ort zu verdanken.

Es ist unmöglich weitere Investitionen in Infrastruktur, Bildung, berufliche Aus- und Weiterbildung, Lehre und Forschung und Gründungen zu streichen oder abzuwarten. Allein Pirmasens hat durch den Bevölkerungsverlust geschätzte 300 Millionen Euro an Kaufkraft verloren. Sicher, auch geschuldet der wegbrechenden Schuhindustrie und dem Abzug der Streitkräfte. Aber, es wurde schlichtweg verpennt frühzeitig dagegen zu steuern. Schätzungsweise würde es gut zwei Generationen benötigen um diese voranschreitende Talfahrt abzufangen.

Deshalb benötigen wir: Investitionen in eine gute Verkehrsanbindung sowie in Bildung, Forschung, Lehre, berufliche Ausbildung und Gründungen um den Wohlstand und das Wachstum zu fördern. Denn hierzu bedarf es technischem Fortschritt, Kapital und (Arbeits-)produktivität.